Ganter Norm-elemente - Hauptkatalog Seite 2030
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Haltemagnete / Rohmagnete Anwendung / Bauformen / Aufbau / Magnetwerkstoffe / Handhabungshinweise Anwendung Magnete sind einfache Elemente, durch die sich Aufgaben leichter, rationeller und sicherer lösen lassen. Wenn zum Befestigen nicht gebohrt werden darf, um z. B. Korrosionsschutzschichten nicht zu verletzen, ein nachträglicher oder ortsveränderlicher Anbau gewünscht ist oder nur eine zeitweise Fixierung benötigt wird, bietet diese Produktgruppe eine große Auswahl an geeigneten Magneten. Bauformen Anhand einer begrifflichen Einteilung hinsichtlich der Form und der Funktion ergeben sich 7 unterschiedliche MagnetBauformen: Knopf- und U-Magnete sowie Haltemagnete in Scheiben- oder Stabform stellen zusammen mit den Schrauben mit Magneteinsatz die größte Gruppe dar. Den Namen Haftmagnete tragen solche Elemente, die zum direkten Befestigen verwendet werden. Rohmagnete dienen in der Regel zum Aufbau von anwendungsspezifischen Magnetsystemen. Aufbau Abgesehen von den Knopf- / U- und Rohmagneten kann grundsätzlich von Magnetsystemen gesprochen werden. Sie besitzen auf Grund ihres Aufbaues nur eine Haftebene. Durch Rückschlussbleche wird die gesamte magnetische Energie auf die Haftfläche konzentriert und die räumliche Wirkung des Magnetfeldes begrenzt, um so einer Aufmagnetisierung der Umgebung vorzubeugen. Magnetwerkstoffe Innerhalb der verschiedenen Bauformen stehen unterschiedliche Magnetwerkstoffe zur Auswahl. Um anwendungsspezifischen Gegebenheiten möglichst gerecht zu werden, sind in der folgenden Tabelle die wichtigsten Merkmale der jeweiligen Magnetwerkstoffe aufgezeigt. Magnetwerkstoffe im Vergleich Bezeichnung Hartferrit (HF) AlNiCo (AN) SmCo (SC) NdFeB (ND) Haftkraft hoch mittel hoch sehr hoch Max. Einsatztemperatur * ≈ 200 °C ≈ 450 °C ≈ 200 °C ≈ 80 °C Haftkraft bei Erwärmung geringer gleichbleibend gut geringer geringer Korrosionsbeständigkeit sehr hoch sehr hoch hoch vernickelt - hoch Hergestellt aus Eisenoxid Aluminium, Nickel, Cobalt und Eisen Samarium und Cobalt Neodym, Eisen und Bor Herstellverfahren Sintern Sintern, Gießen Sintern Sintern Mechanische sehr hart, spröde sehr hart, zäh sehr hart, spröde sehr hart, spröde Bearbeitbarkeit nicht möglich durch Schleifen mit Diamant möglich nicht möglich nicht möglich Entmagnetisierbarkeit mäßig, durch Magnetgegenfelder leicht, durch Magnetgegenfelder sehr schwierig, nur durch starke Magnetgegenfelder schwierig, nur durch starke Magnetgegenfelder Preisniveau sehr günstig hoch sehr hoch günstig Werkstoffeigenschaften * Die max. Einsatztemperatur ist nur ein Richtwert, da sie auch von der Dimensionierung des Magneten abhängt. Handhabungs- und Sicherheitshinweise Die zum Teil starken, anziehenden Kräfte der Magnete sind eine mögliche Gefahrenquelle da z. B. Finger bzw. die Haut gequetscht oder eingeklemmt werden kann. Es sollte deshalb im Umgang mit Magneten auf geeignete Schutzmaßnahmen z. B. Schutzhandschuhe geachtet werden um Verletzungen vorzubeugen. Zudem ist zu beachten, dass sich Magnete je nach Haftkraft aus größeren Abständen anziehen können und ebenso Verletzungsgefahr besteht. Beim Zusammenprall von Magneten kann es zu Absplitterungen an Kanten oder im Extremfall zum Bruch des Magneten kommen. Speziell Rohmagnete in unverbautem Zustand können bei unsauberer Handhabung betroffen sein. Magnete dürfen nicht in explosionsgefährdeter Umgebung verbaut werden, da sie Funken auslösen können. Starke Magnetfelder können elektrische bzw. elektronische Geräte beeinflussen oder beschädigen. Dies gilt z. B. für Herzschrittmacher. Die Angaben der Gerätehersteller für den vorgesehenen Sicherheitsabstand sind zu beachten. Nachteilige Auswirkungen von Magnetfeldern auf den menschlichen Körper sind bisher nicht bekannt. Seite 2028 | 3.9 Halten mit Magneten
2211 Seiten | Gültig bis 12/2026 | Vorherige Seite | Nächste Seite
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