fischer Befestigungssysteme Hauptkatalog Seite 782
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Grundlegende Kenntnisse der Befestigungstechnik Dynamische Lasten und Materialermüdung Vorwiegend nicht ruhende Lasten in der Befestigungstechnik. Aufzugsbau Industrieroboter Strahlventilatoren Antennen und Masten 17 Schwingungsamplitude statische Festigkeit (statische Tragfähigkeit) Ermüdungsfestigkeit (Belastbarkeit bei Ermüdung) Dauerhafte Schwingfestigkeit (Dauerhafte Belastbarkeit bei Ermüdung) N = 2 x 106 1 10 100 1.000 10.000 100.000 1.000.000 10 Mio. 100 Mio. Anzahl der Zyklen N Wöhlerkurve zeigt die Ermüdungsgrenze eines Materials. Einwirkung Verlauf mögliche Ursachen harmonisch sinusförmig Unwuchten, rotierende Maschinen beliebig, periodisch regelmäßig stoßende Teile (z. B. Stanzmaschinen), Schienenund Straßenverkehr transient optional, nicht periodisch Erdbeben stoßartig beliebig, mit sehr kurzer Einwirkungszeit Aufprall, Explosion periodisch period T period TD Ein Ermüdungslastfall oder Dynamikfall liegt vor, wenn die Schwingungsamplitude der wechselnden Belastungen über der Ermüdungsgrenze des Werkstoffs liegt. 782 Im Gegensatz zu diesen sogenannten statischen Belastungen unterliegen bestimmte Strukturen während der gesamten Lebensdauer des Befestigungselements auch ständig wechselnden Belastungen. Diese ständigen Änderungen können aufgrund von Materialermüdung zu einer Verringerung der Tragfähigkeit des Verankerungssystems führen, z.B. die Verankerungen von Schwenkkräne...Masten. Für ermüdungsbedingte Lastfälle bietet fischer in Abhängigkeit von der Lastvariabilität, gemessen an der Variable N, Anzahl der Lastwechselzyklen über die gesamte Nutzungsdauer, und der Lastamplitude der Belastung konkrete Lösungen an: Der FNA II dyn bietet einen Test für dynamische Fälle in Mehrfachbefestigungen. Für die anderen dynamischen Fälle sind getestet den Metall-Spreizbolzenanker FAZ II Plus dyn, den FSB dyn und den FIS EM Plus dyn, die Verbundanker sind, sowie den stärkeren und bekannteren chemischen Spreizbolzenanker FHB dyn.. Als dynamische Lasten im Sinne der Zulassung sind lediglich ermüdungsrelevante Belastungen gemeint, nicht jedoch Belastungen aus Schock oder Seismik. Die Zulassungen gelten für die Verankerung von dynamischen Lasten mit unbegrenzter Lastspielzahl, für zentrischen Zug und für Querkräfte. Für einen ausreichenden Korrosionsschutz für den Bereich der Korrosionsbeständigkeitsklasse III stehen im fischer Portfolio der fischer Superbond FSB mit Gewindestangen der Stahlgüten 1.4401, 1.4571 und 1.4362 zur Verfügung. Ebenfalls für diese Widerstandsklasse anwendbar ist der FAZ II Plus dyn in R Ausführung. In der Korrosionsbeständigkeitsklasse V steht der fischer Highbond-Anker FHB dyn in HCR Stahl der Güte 1.4529 zur Verfügung. Windbeanspruchungen auf Fassaden sind in der Regel als vorwiegend ruhende Beanspruchungen zu berücksichtigen, Druck- und Soglasten aus vorbeifahrenden Zügen oder Kraftfahrzeugen hingegen als vorwiegend nicht ruhende Beanspruchung. Erdbebenbeanspruchung Die Beanspruchungsart Erdbeben wird in Europa nach der EN 1992-4 bemessen. Die seismische Leistungsfähigkeit eines Dübelsystems wird in die Leistungskategorien C1 und C2 eingeteilt. Die Zuordnung der seismischen Leistungskategorien C1 und C2 zum Seismizitätsniveau und der Beurteilungskategorie liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Mitgliedsländer. Seismische Belastungen zählen ebenfalls zu den dynamischen Belastungen; die Anker müssen jedoch anders bemessen werden als im oben beschriebenen Lastfall. Der Unterschied liegt nicht nur in der Anzahl der Lastfälle N, die deutlich geringer ist als im Ermüdungslastfall, sondern auch darin, dass der Beton bei seismischer Belastung durch das Erdbeben zusätzlichen Spannungen ausgesetzt ist, die Risse größerer Breite als üblich erzeugen, gemessen in den Versuchen durch die Kategorien C1 und C2.
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