fischer Befestigungssysteme Hauptkatalog Seite 766
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Grundlegende Kenntnisse der Befestigungstechnik Baustoff – Beton Entscheidend für die Wahl des Dübels ist der Untergrund und seine Beschaffenheit: Der Baustoff oder Ankergrund. Unterschieden wird zwischen Beton, Mauerwerk und Plattenbaustoffen. Beton ist ein Baustoff, der aus einem Gemisch aus Zement, Zuschlagstoffen und Wasser besteht. Die hauptsächlichen Eigenschaften von Beton sind: · Hohe Druckfestigkeit, aber nur geringe Zugfestigkeit (≈ 10 % der Druckfestigkeit). · Einlegen von Bewehrungseisen (Einzelstäbe oder Matten) erhöht die Zugfestigkeit (Stahl + Beton = Stahlbeton). · Gut reproduzierbar, da in Normen geregelt und somit idealer Befestigungsuntergrund. 17 Beton wird hauptsächlich in zwei Untergruppen unterteilt: · Normalbeton und Leichtbeton. Während in Normalbeton Kies oder Schotter enthalten sind, werden bei Leichtbeton aus Gewichtsgründen oder aus Gründen der Wärmedämmung Zuschläge, wie Bims, Blähton, Blähschiefer oder Styropor® mit einer meist geringeren Druckfestigkeit und Rohdichte zugesetzt. Dadurch entstehen mitunter ungünstigere Bedingungen für das Verankern von Dübeln. · Die Tragkraft eines Schwerlastdübels hängt unter anderem von der Druck- und Zugfestigkeit des Betons ab. Diese wird durch die Ziffern in den Kurzbezeichnungen angegeben. · Zur Ermittlung der Druckfestigkeit werden Frischbetonproben in Zylindern oder Würfeln definierter Abmessungen entnommen. Diese werden mindestens 28 Tage unter den gleichen Bedingungen wie das Betonbauwerk gelagert. Für Festbeton werden üblicherweise Zylinderproben durch Kernbohrungen entnommen. 766 Anschließend werden Druckfestigkeitsprüfungen durchgeführt, bis die Proben versagen. Aus diesen Versagenswerten werden charakteristische Druckfestigkeitswerte berechnet. Beispielsweise entspricht ein berechneter Wert von fck,cyl = 24,35 MPa ein Beton der Güte C20/25. Beton Sorten: · Normalbeton wird üblicherweise mit Zugbewehrung (manchmal auch mit Druckbewehrung) bewehrt. Durch die Kombination von vorgespanntem und nicht vorgespanntem Stahl entsteht Stahlbeton mit vorgespanntem, d. h. zunächst komprimiertem Beton, der die Spannweiten von Bauwerken vergrößert. Wird Beton mit alkalibeständigen Stahlfasern, Kunststofffasern oder Glasfasern vermischt, spricht man von Faserbeton. Gestricke aus alkalibeständigen Glas- oder Kohlenstofffasern werden ebenfalls in den Beton eingearbeitet, wodurch sogenannter Textilbeton entsteht. Bewehrung, Faserbeimischung und Gestricke sollen die Zugfestigkeit von Normalbeton verbessern. Eine Kombination aus Epoxidharz und Kohlenstofffasern kann zudem zur Reparatur oder Verstärkung beschädigter oder ursprünglich für geringere Lasten ausgelegter Stahlbetonkonstruktionen eingesetzt werden. · Im modernen Bauwesen wird auch die Verwendung von Betonbruch als grober Zuschlagstoff für Beton untersucht; diese Betone werden als Recyclingbeton bezeichnet und weisen andere mechanische Eigenschaften als Normalbeton auf.
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