Klingspor Hauptkatalog Schleif- & Trenntechnik Seite 374
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Schleifmittel auf Unterlage Technik-Lexikon Kornart Härte / Zähigkeit Aufbau Eigenschaften / Verschleißverhalten scharfkantig, spröde, bruchempfindlich / Mikroverschleiß Siliziumkarbid (SiC) sehr hart / weniger zäh kristallin keilförmig, blockiges Korn, Makroverschleiß Korund (Aluminiumoxid) hart / zäh kristallin, unregelmäßig keilförmig, blockiges Korn / Mikroverschleiß, selbstschärfend Zirkonkorund hart / sehr zäh kristallin, gleichmäßig scharfkantiges, spitzes Korn / Mikroverschleiß, selbstschärfend Keramischer Korund hart / sehr zäh mikrokristallin Eigenschaſten der Kornarten und ihr spezifisches Verschleißverhalten Bezeichnung Daneben gibt es noch sogenannte Korn-Agglomerate. Hierbei handelt es sich nicht um eine eigenständige Kornart, sondern um Kornzusammenballungen, die sich mittels Kunstharzbindung aus vielen einzelnen Korund- oder SiC-Körnern zu einem großen Korn zusammensetzen. Agglomerate kommen fast ausschließlich auf Schleifbändern zum Einsatz. Der Vorteil von Agglomeraten ist, dass sie von Anfang bis zum Ende ihrer Einsetzbarkeit eine gleichmäßige Schleifwirkung erzielen. Stumpfes Korn bricht aus dem Verbund aus und schafft Platz für neues, scharfes Korn. Ziel ist ein gleichmäßiges Schliffbild bei kontinuierlichem Abtrag und extrem hoher Standzeit. Streuart Außerdem werden die Schleifkörner bei Schleifmitteln auf Unterlage in unterschiedlichen Streudichten aufgebracht. Der Begriff „Streudichte“ beschreibt, in welcher Dichte die Schleifkörner auf der Unterlage verteilt sind. 374 Erklärung dicht gestreut Die Unterlage ist vollflächig mit Schleifkorn bestreut halboffen gestreut Die Unterlage ist zu ca. 75% mit Korn bestreut offen gestreut Die Unterlage ist zu ca. 50% mit Korn bestreut Man unterscheidet: ‣ dicht gestreut ‣ halboffen gestreut ‣ offen gestreut Offen gestreute Schleifmittel haben zwischen den einzelnen Körnern einen größeren Spanraum, wodurch Abtrag und Schleifstaub besser aus der Schleiffläche abgeführt werden können. Dadurch wird bei langspanenden Werkstoffen, wie z.B. Holz, das frühzeitige Zusetzen des Schleifmittels verhindert. Die Entscheidung, welche Streudichte man für welchen Werkstoff auswählt, hängt in erster Linie davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich Schleifstaub zwischen den Schleifkörnern festsetzt.
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