fischer Befestigungssysteme Hauptkatalog Página 775
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Grundlegende Kenntnisse der Befestigungstechnik Belastungsarten und Lasten. Für die Auswahl eines Dübels ist es erforderlich, die Belastung auf die Gesamtkonstruktion und die daraus resultierenden Dübelschnittkräfte für jeden einzelnen Dübel zu kennen. Die Schnittkräfte können sich unterscheiden nach: Größe · Richtung · Belastungsart · Angriffspunkt · Es gibt unterschiedliche Arten von Lastangaben: In den Zulassungen werden im Allgemeinen charakteristische Widerstände angegeben. In Unterlagen mit Herstellerangaben werden für Dübel mit Zulassungen sogenannte „zulässige Lasten“ angegeben. Für Dübel ohne Zulassung wird eine Herstellerempfehlung als „empfohlene Last“ angegeben. · Bestimmen Sie die Größe, die Richtung und den Angriffspunkt der Last. Diese Parameter bestimmen die Auslastung der Verankerung mit. · Charakteristische Bruchlasten (NRk oder VRk) bezeichnen jene Lasten, die in 95% aller Versagensfälle erreicht oder überschritten werden (das heißt, dass in 5% der Fälle diese nicht erreicht werden). Zulässige Lasten sind Gebrauchslasten, die bereits einen entsprechenden Sicherheitsbeiwert beinhalten. Diese gelten nur, wenn die Zulassungsbedingungen eingehalten werden (Nzul oder Vzul). · Empfohlene Lasten oder maximale Gebrauchslasten beinhalten bereits einen ausreichenden Sicherheitsfaktor. Diese gelten nur, wenn die Herstellerangaben eingehalten werden (Fempf – gilt für alle Lastrichtungen, Nempf - für Zug- bzw. Drucklast oder Vempf für Querlast). · Die Berechnung erfolgt, indem man die jeweilige Bruchlast bzw. charakteristischen Lasten durch einen Sicherheitsfaktor dividiert. · Empfohlener Sicherheitsfaktor gegenüber Bruchlastmittelwert: Stahl- und Verbunddübel γ ≥ 4 Kunststoffdübel γ ≥ 7 Nageldübel γ ≥ 4 · Empfohlener Sicherheitsfaktor gegenüber charakteristischen Bruchlasten: Stahl- und Verbunddübel γ ≥ 3 Kunststoffdübel γ ≥ 5 · Hiervon abweichende Regelungen, siehe Lasttabellen. Die Sicherheitsfaktoren können ggf. bei einigen Produkten abweichen. Hier wird in der Regel der globale Sicherheitsfaktor in Abhängigkeit des Streubereichs eines Produktes, der Versagenswahrscheinlichkeit und des Zuverlässigkeitsindexes berechnet. · Die angegebenen Lasten gelten für Einzeldübel, die randfern gesetzt wurden, d. h. es gibt keinen Einfluss von Rändern, Ecken und anderen Dübel. · Die charakteristischen Achs- und Randabstände, gekennzeichnet mit ccr,N und ccr,V geben die Abstände an, bei welchen ein Dübel seine max. charakteristische Last in den Baustoff leiten kann. · Die angegebenen minimalen Achs- und Randabstände, gekennzeichnet mit smin und cmin, geben die Abstände an, bei welchen während der Montage des Dübels kein Versagen des Baustoffs auftritt (Spalten). Diese sind immer zwingend einzuhalten. Die charakteristischen Achs– und Randabstände dürfen jeweils bis zu den minimalen Abständen unterschritten werden – bei gleichzeitiger Abminderung der Lasten. · Beim Auftreten von kombinierten Belastungen wird die Ausnutzung jeweils getrennt für Zug- und Querbeanspruchung ermittelt und mit Hilfe einer Interaktionsgleichnung die Gesamtausnutzung ermittelt. In der Regel ist die Summe der Verhältniswerte aus Zug- und Querbelastung kleiner als 1.2. Lastarten e N V Zuglast Drucklast N N N R Mb Schrägzug (Zug- und Querlast) R V Schrägzug im Abstand e (Biegung + Zug- + Querlast) Belastungsarten Kraft Kraft Kraft 1,2 Kraft 4 1,2 3 1 1 1 0,8 0,5 0,8 0 0,6 0 -0,5 0,4 -1 -1 0,2 2 0,6 0,4 0,2 1 -2 -3 0 0 10 20 statisch ruhend 30 40 50 60 Jahre -1,5 dynamisch wechselnd 0 0,001 Jahre 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Sekunden -4 0 Schock 1 2 3 4 5 Minuten Erdbeben 775 17
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