ALUNOX Handbuch Schweißtechnik Seite 87
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Schweißzusätze Nickel Massivdrähte/WIG-Stäbe • AX-82 AX-2.4806 • AX-625 AX-2.4831 • AX-NiTi3 AX-2.4155 • AX-NiCu30 AX-2.4377 • AX-FeNi AX-2.4560 • AX-2.4607 • AX-2.4886 • AX-2.4611 Fülldrähte • AX-FD-82 • AX-FD-625 • AX-FD-FeNi Nickel Nickel und Nickellegierungen werden überall dort eingesetzt, wo besonders hohe Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit, Warm- und Zeitstandfestigkeit sowie Hitze- und Hochtemperaturkorrosionsbeständigkeit gestellt werden, die mit den klassischen austenitischen Werkstoffen nicht mehr erreicht werden können. Hauptsächlich werden diese Legierungen in der Chemie und Petrochemie, im Industrieofenbau, in Gas- und Kohlekraftwerken, bei der Rauchgasentschwefelung und in Müllverbrennungsanlagen, in der Abwasseraufbereitung, in der Offshoretechnik, bei Meerwasserentsalzungsanlagen, in der Automobilindustrie und in der Luft- und Raumfahrt verwendet. Je nach Anwendungsfall gibt es folgende Legierungen: • Reinnickel mit 1-3,5% Ti • Nickel-Kupfer mit ca. 30% Cu z.B Monel 400 • Nickel-Chrom mit ca. 20-45% Cr, Nb, Ti, Al • Nickel-Chrom-Eisen mit ca.1540% Cr, Fe, Nb, Mo, Al, Ti z.B. Incoloy 800, 800H • Nickel-Molybdän mit ca. 15-30% Mo, Cr, W, Al, Ti z.B. Hastelloy B-2 • Nickel-Chrom-Molybdän mit ca. 15-35% Cr, 7,6-21% Mo, Nb, W, Co, Al z.B. Inconel 625, alloy 59 • Nickel-Chrom-Kobalt mit ca.1030% Co, Cr, Mo, Al, Ti, W • Nickel-Chrom-Wolfram mit ca.13-15% W, Cr, Co, Al, Mo Schweißen von Nickel-Basis-Legierungen Nickelbasislegierungen haben ein vollaustenitisches Gefüge und sind heißrissempfindlich. Nachfolgend einige Hinweise: 0 • Auf äußerste Sauberkeit achten Der Schweißnahtbereich muss frei von allen Rückständen wie Fett, Öl, Staub usw. sein. • Der Nahtöffnungswinkel muss größer als bei unlegierten Stählen sein 60-70°. • In kürzeren Abständen heften, Wurzelspalt 2-3 mm, Steghöhe ca. 2 mm. • Stabelektroden rücktrocknen und mit kurzem Lichtbogen verschweißen. In der Schweißfuge zünden, Zündstellen überschweißen. • Grundsätzlich auf das Wärmeeinbringen achten, beim MAG-Schweißen Impulstechnik verwenden. • Nicht vorwärmen, die Zwischenlagentemperatur darf 150 (120)°C nicht überschreiten, Streckenenergie 8-12 KJ/cm, möglichst Strichraupentechnik verwenden, bei Stabelektroden max. 2,5 x Kernstabdurchmesser pendeln. • Endkrater ausschleifen, Endkraterfüllprogramme verwenden. • Jede Schweißlage mit rostfreier Bürste reinigen, Schlackenreste und Oxidhaut entfernen. • nach dem Schweißen Oberfläche zusätzlich überschleifen und beizen. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A 170 | ALUNOX Handbuch | | ALUNOX Handbuch | 171
161 Seiten | Gültig bis 12/2020 | Vorherige Seite | Nächste Seite
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