ELMAG Gesamtkatalog Seite 250
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MMA-ELEKTRODEN-HANDSCHWEISSVERFAHREN MMA-Elektrodenschweißverfahren E-Handschweißen Metall-Lichtbogenschweißen ohne Schutzgas, mit Verwendung einer verbrauchenden, umhüllten Stabelektrode. Leicht durchführbares Schweißverfahren für fast alle Metalle. Kann auch im Freien angewendet werden. Echter Fortschritt: MMA-Schweißinverter MMA-Inverterschweißgeräte sind kompakte, elektronisch gesteuerte Schweißstromquellen, die eine stufenlose Einstellung und automatische Regelung des Schweißstroms ermöglichen. Inverterschweißgeräte sind für die Verarbeitung von handelsüblichen Rutil- und Basischelektroden konzipiert. Einzelne höherwertige Modelle sind für die Verarbeitung von Aluminium- und Zelluloseelektroden geeignet. Vorteile von Inverterschweißgeräten sind ein besserer Wirkungsgrad als der von herkömmlichen Geräten, eine deutlich bessere Regelung des Schweißprozesses, wirksame Hilfsfunktionen wie HOT START und ANTI STICK, bei höherwertigen Modellen auch ARC FORCE und WIG-Funktionen, Generatortauglichkeit einzelner Modelle, sehr kompakte Bauweise und ein geringes Transportgewicht. ELMAG® MMA-Inverterschweißgeräte sind mit einer vollständigen Schweißplatzausrüstung ausgestattet. MMA-Schweißgeräte - Auswahlkriterien Bei der Produktauswahl beachten: Maximale Schweißstromstärke: Sollte über 120 Ampere sein, um eine Verwendung der häufig benötigten Elektroden Ø 3,25 mm zu ermöglichen. Einschaltdauer Einschaltdauer, gemessen bei 40 °C Die Einschaltdauer ist auf den Typenschildern der Schweißgeräte angegeben. Sie ist das Verhältnis der Nutzungsdauer zur Pausenzeit bezogen auf eine Gesamtzeit von 10 Minuten. Die Einschaltdauer wird nach der ersten, temperaturbedingten Abschaltung gemessen. ELMAG® geht von einer auf Schweißplätzen und Baustellen oft erreichten Umgebungstemperatur von 40 °C aus - für ein objektives Bild bei Produktvergleichen sollte darauf geachtet werden. Beispiel: Einschaltdauer bei 40 °C 140 A / 60 % gibt an, dass mit dem Schweißgerät bei einem Schweißstrom von 140 Ampere 60 % der Gesamtzeit von 10 Minuten 250 geschweißt werden kann. Das heißt, 6 Minuten Schweißen mit 140 Ampere, dann ist temperaturbedingt eine Pausenzeit von 4 Minuten erforderlich. Bei MMA-Schweißgeräten ist besonders auf den 60 %-Wert zu achten, weil beim Elektrodenschweißen Rüst- und Reinigungszeiten für Elektrodenwechsel, Schweißnahtreinigung etc. entstehen, die als Abkühlzeiten gerechnet werden - mit dem bei 60 % angeführten Schweißstrom-Wert kann also zeitlich nahezu durchgeschweißt werden. MMA-Stromstärke und Elektroden Vom verfügbaren Schweißstrom eines Geräts wird auf den maximal verarbeitbaren Elektrodendurchmesser geschlossen: Schweißstrom Elektrodendurchmesser Ampere max. mm 90 2,5 130 3,25 180 4,0 Isolationsklasse H gem. IEC 974-1 Alle der in ELMAG® Lichtbogenschweißgeräten verwendeten Wicklungs-Isolierwerkstoffe entsprechen der Isolationsklasse H. Für die Isolationsklasse H werden anorganische Isolierwerkstoffe verwendet, die mit reinen Silikonen getränkt sind. Der Temperaturgrenzwert ist mit 180 °C festgelegt. Das Schweißgerät wird spätestens bei Erreichen dieses Temperaturwerts durch den ThermoÜberlastschutz ausgeschaltet. Schutzart IP ELMAG® Lichtbogenschweißgeräte entsprechen der Schutzart IP 21 oder IP 23. Stromart, Polung und Anschlüsse Netzspannung je nach Modell 230 V Wechselstrom oder 400 V Drehstrom. Von Ausnahmen abgesehen, wird für das MMA-Elektrodenschweißen Gleichstrom verwendet. Jeder Elektrodentyp erfordert eine bestimmte Polung. Diese ist mit den für die Elektrode zulässigen Schweißpositionen in der Elektrodenspezifikation angegeben. Rutilelektroden werden - von Ausnahmen abgesehen - am negativen Pol der Stromquelle verschweißt. Der Elektrodenhalter wird am Minuspol des Schweißgeräts angeschlossen, das Massekabel am Pluspol. Basische Elektroden sind leichter am positiven Pol zu verschweißen. ELMAG® MMA-Schweißgeräte sind mit eindeutig gekennzeichneten Anschlussbuchsen ausgestattet. Schweißstromkreis und Massekontakt Für elektrische Schweißverfahren ist ein geschlossener Schweißstromkreis erforderlich. Er wird vorbereitet, indem die Masseklemme des Massekabels vor dem Schweißen am Werkstück befestigt wird. Die Masseklemme sollte in der Nähe der Schweißstelle angebracht werden, um einen guten Stromfluss sicherzustellen. Die Schweißstelle und die Massekontaktstelle müssen sauber bzw. metallisch blank sein. Werkstück daher vor dem Schweißen reinigen, Lack o.ä. entfernen. Schweißelektroden MMA-Schweißelektroden werden oft auch als Stab- oder Mantelelektroden bezeichnet. Sie bestehen aus einem Kerndraht und einer Umhüllung. Der Kerndraht besteht aus einem legierten oder unlegierten Schweißzusatzwerkstoff, der dem Grundwerkstoff entspricht oder für diesen geeignet ist. Für Kohlenstoffstahl beispielsweise werden Elektroden mit einem Kerndraht aus weichem Stahl verwendet. Der Kerndraht ist elektrisch leitend und Träger des Lichtbogens. Er schmilzt beim Schweißen etwas früher ab, als die Umhüllung und füllt den Schweißspalt. Die Umhüllung besteht aus verpresstem Erz-, Mineral- und Metallpulver. Sie hat wesentlichen Einfluss auf die Schweißnahtgüte und auf Schweißeigenschaften wie Schweißgeschwindigkeit und Lichtbogenstabilität. Die Umhüllung kann Legierungselemente enthalten, die dem Schweißgut zur Erhöhung der Schweißnahtgüte zugeführt werden. Sie schmilzt verzögert ab und schützt den Kerndraht vor dem Zutritt von Oxiden. Die Umhüllung bildet beim Aufschmelzen an der Schweißstelle eine Schutzgasglocke - die Umgebungsluft wird verdrängt. Geschmolzene Umhüllungsstoffe schwimmen auf dem Schweißbad, schützen dieses wirksam vor Oxidation und formen die Schweißnahtoberfläche. Umhüllungsbestandteile reinigen das Schweißbad durch metallurgische Reaktionen. Reaktionsprodukte werden in die Schweißschlacke ausgetragen. Online-Artikel-Direktaufruf: elmag.at/Bestellnummer
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