Röhm Hauptkatalog Spannwerkzeuge Seite 716
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Allgemeine Hinweise und Richtlinien Kraftbetätigte Spanneinrichtungen 8. Die Spannkraft soll vor Neubeginn einer Serienarbeit und zwischen den Wartungsintervallen mit einer Kraftmessdose kontrolliert werden. „Nur eine regelmäßige Kontrolle gewährleistet eine optimale Sicherheit“. 9. Es ist vorteilhaft, nach spätestens 500 Spannhüben den Spannkolben mehrmals bis zu seinen Endstellungen durchzufahren (weggedrücktes Schmiermittel wird dadurch wieder an die Druckflächen herangeführt; die Spannkraft bleibt somit für längere Zeit erhalten). 10. Beim Einsatz von Sonder-Spannbacken sind nachfolgende Regeln zu beachten: 10.1 Die Spannbacken sollten so leicht und so niedrig wie möglich gestaltet werden. Der Spannpunkt sollte möglichst nahe an der Futter-Vorderseite liegen (Spannpunkte mit größerem Abstand verursachen in der Backenführung höhere Flächenpressung und können die Spannkraft wesentlich verringern). 10.2 Sind die Sonderbacken aus konstruktiven Gründen breiter und/oder höher als die dem Spannmittel zugeordneten Stufenbacken, so sind die damit verbundenen höheren Fliehkräfte bei der Festlegung der erforderlichen Spannkraft und der Richtdrehzahl zu berücksichtigen. Zur Ermittlung der Richtdrehzahl für eine bestimmte Bearbeitungsaufgabe gilt folgende Formel: nmax. = F spo -- F spz . m . rc . a 30 Fspo = Ausgangsspannkraft des Futters im Stillstand (N) Fspz = Erforderliche Spannkraft des Futters für eine bestimmte Bearbeitungsaufgabe (N) Kraftbetätigte Spanneinrichtungen nmax.= max. Drehzahl (min-1) m = Masse der kompletten Backeneinheit (kg) (Grund- und Aufsatzbacke) rc = Schwerpunktradius der kompletten Backeneinheit (m) a = Anzahl der Backen 10.3 Geschweißte Ausführungen möglichst vermeiden. Gegebenenfalls müssen die Schweißnähte in Bezug auf die Fliehkraft- und Spannkraftbelastung überprüft werden. 10.4 Die Befestigungsschrauben sind so anzuordnen, daß ein möglichst großes Wirkmoment erreicht wird. 11. Die max. Drehzahl darf nur bei max. eingeleiteter Betätigungskraft und bei einwandfrei funktionierenden Spannfuttern eingesetzt werden. 12. Bei hohen Drehzahlen darf das Futter nur unter einer ausreichend dimensionierten Schutzhaube eingesetzt werden. 13. Kraftspannfutter mit Backen-Schnellwechselsystem, dessen Wechselmechanismus im Futterinneren angebracht ist, benötigen eine Sicherung, die das Anlaufen der Maschinenspindel bei entriegelten Spannbacken verhindert. 14. Nach einer Kollision des Spannmittels muss es vor erneutem Einsatz einer Rissprüfung unterzogen werden. 15. Die Befestigungsschrauben und T-Nutensteine der Spannbacke müssten bei Verschleißerscheinung oder Beschädigung ausgetauscht werden. Nur Schrauben mit der Qualität 12.9 verwenden. 6202 www.eshop.roehm.biz
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