BEDRUNKA+HIRTH Hauptkatalog Betriebseinrichtungen Seite 434
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Überblick ESD Als ESD (engl. Electrostatic Discharge) wird die elektrostatische Entladung bezeichnet. Durch große Potentialdifferenz entsteht ein Funke oder Durchschlag, der an elektronischen Geräten hohe elektrische Spannungsimpulse erzeugt. Menschen spüren elektrostatische Ladung erst ab 3.000 Volt und in den meisten Fällen ist die Entladung ungefährlich und die Schrecksekunde das Schlimmste. Wann ist ESD gefährlich? Ein Funkenschlag kann jedoch schon bereits bei 10.000 Volt auftreten und beim Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten oder Gasen kann es zu Explosionen kommen. Reibungselektrizität tritt z.B. beim Laufen über einen Teppichboden auf, wobei ein Mensch sich in Einzelfällen auf ca. 30.000 Volt aufladen kann. Das perfide an ESD ist, dass Schäden nicht unmittelbar sichtbar werden und der Verursacher diese oft nicht bemerkt. Ihre Folgen können teuer werden, insbesondere wenn die Baugruppen in Geräten für sensible Einsatzbereiche verbaut werden. Empfindliche Bauteile können schon ab 40 Volt zerstört werden. Mit EPA kann man sich vor ESD schützen! EPA = Electrostatic Protected Area (elektrostatisch geschützter Bereich) Ein mit ESD-Schutzmaßnahmen ausgestatteter Arbeitsbereich in dem elektrostatisch empfindliche Bauelemente gehandhabt werden können, ohne diese zu beschädigen. Vier goldene Regeln im Umgang mit ESD 1. Gehen Sie stehts davon aus, dass alle aktiven Bauteile ESD-empfindlich sind. Eine umfängliche EPA-Schutzzone umfasst folgende Bereiche: Arbeitsplatz / Workstation Personenerdung Werkzeug Markierungen Messtechnik Lagerung / Behälter Fußboden 2. Fassen Sie elektronische Bauteile nur in ESD-Schutzzonen (EPA) an und nur dann wenn Sie ordungsgemäß geerdert sind. 3. Lagern und transportieren Sie ESD-empfindliche Bauteile in ESD-Schutzbehältern. 4. Überprüfen Sie regelmäßig das ESD-Schutzsystem. Für die Elektronikbetriebe gilt die ESD Norm DIN EN 61340-5-1. Alle hier aufgeführten Produkte entsprechen dieser Norm. Beachten Sie den Grundsatz „Wo keine Aufladung, da keine Entladung“. So wenig Bewegungen wie möglich und eine ESD-sichere Ausstattung senken das Risiko einer statischen Aufladung durch Personen auf ein Minimum. 434
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