BLICKLE - Räder und Rollen Seite 84
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Räder- und Rollen-Ratgeber Radlagerarten Gleitlager Rollenlager Kugellager („G“ in der Artikel-Nr.) („R“ in der Artikel-Nr.) („K“ in der Artikel-Nr.) Das Gleitlager ist eine einfache, kostengünstige und unempfindliche Radlagerung. Zudem ist sie korrosionsbeständig und unter normalen Einsatzbedingungen wartungsfrei. Gleitlager werden vorwiegend bei Apparate- und Transportgeräte-Rollen eingesetzt, da nur mit geringen Geschwindigkeiten und nicht allzu häufig gefahren wird. Bei Rädern mit Stahlrohrnaben werden Gleitlagerbuchsen aus Polyamid eingesetzt. Bei hoher Gleitgeschwindigkeit und hoher Belastung können Heißlaufprobleme entstehen. Gussräder mit Gleitlagerung müssen regelmäßig geschmiert werden. 84 Das Rollenlager ist eine robuste, widerstandsfähige und weitgehend wartungsfreie Radlagerung, die nur einen geringen Einbauraum erfordert. Rollenlager (auch Rollenkorb- oder Nadellager genannt) haben ein geringes radiales Lagerspiel und haben sich vorwiegend bei Transportgeräte-Rollen bewährt. Das Rollenlager besteht aus Stahlwalzen, die in einem Kunststoff- oder Stahlkäfig gelagert sind. Diese Walzen rollen dabei zwischen der Achse und der Radnabe ab. Da bei der Drehung um die Achse keine Gleit-, sondern Rollreibung auftritt, ist der Rollwiderstand des Rades auch bei höheren Belastungen relativ gering. Rollenlager werden mit einem Langzeitfett geschmiert und sind unter normalen Einsatzbedingungen wartungsfrei. Neben der Normalausführung sind Rollenlager auch in rostfreier Ausführung lieferbar (-XR in der Artikel-Nr.). we innovate mobility Die Radlagerung mit Rillenkugellagern (auch Präzisionskugellager genannt) erfüllt höchste Ansprüche an Tragfähigkeit, Laufeigenschaften (auch bei höheren Geschwindigkeiten) und an Beständigkeit gegen Umgebungseinflüsse. Rillenkugellager haben das geringste Lagerspiel und finden hauptsächlich in technisch anspruchsvollen Transportgeräte-Rollen und Schwerlast-Rollen Anwendung. Als Staubschutz dient eine Deckscheibe (nichtschleifende Dichtung, sogenannte Z-Lager). Für spezielle Ansprüche können Kugellager mit ein oder zwei Dichtscheiben (schleifende Dichtung, sogenannte RS- bzw. 2RS-Lager) eingebaut werden. Mit beidseitig abgedichteten Kugellagern (2RS) ausgestattete Radlagerungen dürfen nicht nachgeschmiert werden, da das Kugellager dadurch beschädigt werden kann. Rillenkugellager werden mit Langzeitfett geschmiert und sind unter normalen Einsatzbedingungen wartungsfrei. Standardmäßig sind zwei Kugellager in der Nabe montiert. Die Innenringe der Kugellager werden mittels einer Distanzhülse auf Abstand gehalten, so dass das Rad in einer Aufnahme axial eingespannt werden kann (Ausnahme: Hubwagenrolle). Neben der Normalausführung sind Kugellager auch in rostfreier Ausführung (-XK in der Artikel-Nr.), mit hitzebeständigem Spezialfett geschmierter Ausführung (-HK bzw. -HXK in rostfreier Ausführung in der Artikel-Nr.) oder als hitzebeständiges Kugellager (Ofenwagenlager, -IK in der Artikel-Nr.) lieferbar. Hitzebeständige Kugellager sind bei reduzierter Tragfähigkeit für einen Temperaturbereich von -30 °C bis +300 °C geeignet. Zentrales Kugellager (C) mit Fadenschutz („KA“ oder „KF“ in der Artikel-Nr.) Ein zentrales Kugellager bietet einen sehr präzisen, leichten Lauf und eine gute Abdichtung. Diese Lager werden zumeist bei Kunststoffrädern mit geringer Belastung und bei Führungsrollen verwendet. Dabei wird das Kugellager formschlüssig mit dem Radkörper umspritzt. Standardmäßig ist das zentrale Kugellager mit zwei Dichtscheiben (schleifende Dichtungen, sogenannte 2RS-Lager) ausgestattet. Kugellager werden mit Langzeitfett geschmiert und sind unter normalen Einsatzbedingungen wartungsfrei. Die zusätzliche Kugellagerabdeckung aus Kunststoff umschließt die Radnabe und hat eine Fadenschutzwirkung. Bei der Montage des Rades in Lenk- und Bockgehäuse sind im Vergleich zu klassischen Radlagerungen mit eingepressten Kugellagern keine Bundbuchsen erforderlich. www.blickle.com
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