HAAS - Katalog 7.5 Seite 128
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WUSSTEN SIE SCHON... ... dass „Kunststoffe“ in 3 Bereiche eingeteilt werden? 1. Thermoplaste Thermoplastische Produkte können durch Erwärmen weich und formbar werden und behalten nach Erkalten die Form bei. Ca. 90% der weltweiten Produktion entfallen auf folgende Massenkunststoffe: PE = Polyethylen PP = Polypropylen PVC = Polyvinylchorid PS = Polystyrol PU = Polyurethan Vorrangig werden bei uns die Kunststoffe Polyethylen (HD) und Polypropylen verarbeitet, da diese für den Einsatz im Sanitärbereich hervorragende Eigenschaften haben: Polyethylen (HD) besitzt auch bei niedrigen Temperaturen eine hohe Zähigkeit und Steifigkeit, hat eine gute chemische Beständigkeit, gute Gleiteigenschaften und ist sehr gut zu verarbeiten. Dieser Werkstoff ist sehr gut verschweißbar und physiologisch unbedenklich. Polypropylen hat im Vergleich zu Polyethylen eine höhere Härte und Steifigkeit, ist beständig gegen viele Chemikalien und kann bei Heisswasser (bis ca. 90°) eingesetzt werden. Bei PVC unterscheidet man zwei Gruppierungen: - Hart PVC (PVC-U) - „U“ = „unplasticized“ - ist weichmacherfrei und besitzt eine hohe mechanische Festigkeit, hohe Steifigkeit und Härte bei geringer Wasseraufnahme. Neben der sehr guten Chemikalienbeständigkeit zeichnet sich dieser Werkstoff durch Witterungs- und Lichtbeständigkeit aus, ist gut verschweißbar und selbstverlöschend (nach DIN 4102-B1). - Weich-PVC (PVC-P) - „P“ = „plasticized“ - ist durch Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren weich, formbar und für technische Anwendungen geeignet. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch gute Elastizität, chemische Beständigkeit bei geringer Wasseraufnahme aus. 2. Duroplaste Erwärmen von Duroplasten führt zu deren Zersetzung; diese können also nicht mehr verformt werden. Duroplaste sind meist hart und spröde. Wichtige Duroplaste: PES = Polyester Epoxydharze Formaldehydharze 3. Thermoplastische Elastomere Thermoplastische Elastomere (TPE) werden wie Kunststoffe zu Produkten verarbeitet. In Ihren Eigenschaften sind sie zwischen Gummi und Kunststoff einzuorden. Sie werden bei Erhitzung plastisch und zeigen bei Abkühlung wieder elastisches Verhalten. Neben der relativ einfachen Verarbeitbarkeit, ist insbesonders die Möglichkeit der Kombination zweier Masterialen (Hart-Weich-Verbund) hervorzuheben, z.B. durch schweißen oder durch spritzgiessen. Abbildungen, Maße und Beschreibungen sind unverbindlich. Technische Änderungen behalten wir uns vor!
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