SKYLOTEC Klettersteigfibel Seite 27
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4.7 NACHSICHERN Im Klettersteig kann es zu Situationen kommen, in denen es vonnöten ist, von oben eine Seilsicherung einzurichten bzw. auch Quergänge auf diese Weise zu sichern. Senkrechte, absturzgefährdete und extrem ausgesetzte Stellen sind so zu sichern, dass es weder zu einem Sturz noch zu einem Pendeln kommen kann. Meist sind es Kinder, unsichere Personen oder gar leicht verletzte Personen, die es von oben, aus einem Standplatz, nachzusichern gilt. Als Standplatz wird eine sichere Verankerung gewählt, die Selbstsicherung wird mit Bandschlinge und Verschlusskarabiner eingerichtet. Das Nachsichern erfolgt dann mittels Seilstück (ca. 10 20 Meter lang, Knoten in jedem Ende) und nachsicherungstauglichem Sicherungsgerät (z. B. HMS-Karabiner, Alpin-Tuber oder bestenfalls einem halbautomatischen Sicherungsgerät) von oben oder im Quergang. Der Gesicherte ist also immer direkt am Seil und hat keine größeren Sturzhöhen zu befürchten. Dieses Prinzip kann ohne weiteres als reines Toprope-System genutzt werden, wobei der Nachsteiger direkt im Zentralpunkt des Klettergurtes eingebunden ist. Beim Nachsichern ist darauf zu achten, dass kein Schlappseil entsteht. Bei Quergängen muss der Erste bzw. der Nachsichernde an den Verankerungen Zwischensicherungen einhängen, um einem Pendelsturz des Folgenden entgegenzuwirken. Kommt der Gesicherte an den Standplatz, so muss dieser zuerst vor Absturz gesichert werden (z. B. mit Hilfe seiner Rastschlinge). Alle Systeme und Techniken bedürfen grundsätzlich einer tiefer gehenden Ausbildung im Bereich der Sicherungs- und Seiltechniken. Zu Abläufen dieser Art müssen regelmäßig Schulungen und Fortbildungen durchgeführt werden. 27
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